|
"Café Nostalgie" in Ritterstrasse
eröffnet - Auch Tee - Elke Sommerlad:
"Was ich biete, hat bisher
gefehlt"
FRANKENBERG (apa). Ein Vierteljahr lang hat Elke
Sommerlad Möbel restauriert, Einrichtung und Tapeten ausgesucht,
Kaffeetassen gesammelt
und Angebote eingeholt.
Bis 6 Uhr am Samstagmorgen hat sie noch Geschirr eingeräumt,
ihr Café dekoriert und geputzt. Um 9 Uhr öffneten
sich zum ersten Mal die Türen des "Café Nostalgie"
in der Ritterstraße am oberen Ende der Fußgängerzone/Ecke
Steingasse.
Mit dem eigenen Café hat sich Elke Sommerlad
einen lang gehegten Traum erfüllt.
Über 30 Jahre hat die Frankenbergerin bei Edeka Schwebel
in der Hainstraße als Verkäuferin gearbeitet. "In
meinem Alter den Job zu schmeißen und etwas Eigenes aufzubauen,
ist schon ein Risiko", gibt die 49-Jährige zu.
Doch sie ist sicher, dass ihr Konzept aufgeht. Mit diesem Café
fülle ich doch eine Marktlücke. Es gibt in Frankenberg
zwar viele Möglichkeiten, Kaffee zu trinken", sagt Elke
Sommerlad, "aber nirgends gibt es so eine gemütliche
Atmosphäre, die
die Leute zum Ausruhen einlädt. Was ich biete, hat bisher
gefehlt. "
Die Idee, ein eigenes Café zu eröffnen,
kam eher zufällig. Sie begleitete ihren Lebensgefährten,
der den Frankenberger Flohmarkt betreibt, mit einem Stand
mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen. "Irgendwann sagte
eine Bekannte zu mir,
mein Kaffee wäre immer gut, ich könnte toll backen und
dass ich eigentlich ein
Café haben müsste", erzählt die Geschäftsfrau.
Den Wunsch, sich selbstständig zu machen, habe sie schon
lange gehabt.
Dann stand das ehemalige Café Himmelmann in der Altstadt
leer. Sie entschloss sich, ihre feste Stelle als Verkäuferin
aufzugeben und ihren Traum wahrzumachen.
Von den Flohmärkten stammte auch die Idee, dem Café
das
Thema "Nostalgie" zu geben.
Alte Mobel, gekonnt restauriert, Kaffee aus Sammeltassen,
Musikinstrumente und Gegenstände aus alten Zeiten geben dem
Café seine Atmosphäre.
Die Reaktionen im Bekanntenkreis waren am Anfang eher negativ.
Viele haben mir abgeraten. Ich will es trotzdem schaffen!
" Die Geschäftsführerin hat sich viel vorgenommen.
Jeden Tag von 9 Uhr morgens bis 21 Uhr abends wird das Café
geöffnet sein.
Elke Sornmerlad ist allein für die Bedienung und Leitung
zuständig,
auch die Kuchen backt sie selbst. "Vielleicht stelle ich
eine Bedienung ein, wenn
es richtig gut läuft. Oder ich sehe, wann wenig los ist,
und lege einen Ruhetag fest,
sagt sie.
Doch vorerst will sie alles allein schaffen. Doch
nicht nur Kaffee und Kuchen gibt es im Café Nostalgie,
auch Frühstück, etwas für den kleinen Hunger und
kalte Getränke hat Elke Sornmerlad im Angebot. Kaffeespezialitäten
wie Pharisäer,
Latte Macchiato oder Espresso sind ebenso auf der Karte zu finden.
Eine Marktlücke will Elke Sornmerlad mit einem
Angebot für Teetrinker füllen.
Offene Tees werden stilecht mit Stövchen, Teesieb, Kandis
und Zitrone oder Sahne serviert. Die Teesorten aus dem Angebot
stehen dann auch in Päckchen zum Verkauf.
"Eines ist mir besonders wichtig", so die 49-Jährige.
"Ich benutze für meine Kuchen nur Molkereiprodukte aus
Sachsenberg und Eier vom Bauernhof ", verspricht sie.
Diese Tatsache sowie das besondere Ambiente seien
für sie entscheidend.
Außerdem legt Elke Sommerlad Wert auf Qualität. "Weine,
Kaffee- und Teesorten sowie Säfte sind nur die Besten, verspricht
die Besitzerin.
|